🇪🇸 Jobangebot in Spanien: Was es enthalten muss
Aktualisiert: Juli 2026 · Allgemeine Information, keine Rechtsberatung
In Spanien werden viele Beschäftigungsbedingungen nicht vom Einzelvertrag, sondern vom anwendbaren Tarifvertrag (convenio colectivo) für Branche und Provinz bestimmt. Ein spanisches Angebot sollte daher gegen den convenio geprüft werden — er kann höhere Mindeststandards für Gehalt, Urlaub und Probezeit setzen als das allgemeine Gesetz.
Auf einen Blick
- Probezeit
- In der Regel bis 2 Monate; bis 6 Monate für Hochschulspezialisten (convenio kann abweichen)
- Jahresurlaub
- 30 Kalendertage (≈22 Arbeitstage)
- Gehaltszahlungen
- 14 Zahlungen pro Jahr sind üblich (2 „pagas extraordinarias“)
- Registrierung
- Beschäftigte müssen vor Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung angemeldet sein
- Maßgebliche Regeln
- Der Branchentarifvertrag (convenio) geht oft vor
Was in ein spanisches Angebot gehört
Kernelemente eines Angebots für eine Einstellung in Spanien:
- Position und Berufskategorie (categoría) gemäß convenio
- Brutto-Jahresgehalt und ob es in 12 oder 14 Raten gezahlt wird
- Vertragstyp (unbefristet ist inzwischen Standard; befristet braucht einen gesetzlichen Grund)
- Probezeit im Einklang mit Gesetz und convenio
- Urlaub (mindestens 30 Kalendertage) und Arbeitszeit
- Anwendbarer Tarifvertrag
Probezeit-Regeln
Das Arbeitnehmerstatut begrenzt die Probezeit auf sechs Monate für Hochschulspezialisten und in der Regel zwei Monate für andere Beschäftigte (drei in kleinen Unternehmen); der anwendbare convenio kann abweichende Grenzen setzen. Während der Probezeit kann jede Seite ohne Frist und Abfindung kündigen — danach gelten die spanischen Kündigungsregeln mit Abfindungen.
Gehalt in 14 Zahlungen
Viele spanische Beschäftigte erhalten ihr Jahresgehalt in 14 Raten — 12 Monatszahlungen plus zwei Sonderzahlungen (Sommer und Weihnachten). Angebote sollten die Brutto-Jahreszahl und die Zahl der Raten nennen; nur eine Monatszahl anzugeben, führt zuverlässig zu Verwirrung.
Urlaub und Arbeitszeit
Das gesetzliche Minimum sind 30 Kalendertage bezahlter Urlaub pro Jahr, was rund 22 Arbeitstagen entspricht. Spanien verlangt zudem eine tägliche Arbeitszeiterfassung, und viele convenios setzen Jahresstundenobergrenzen — das gehört in die Arbeitszeitklausel.
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Wie lang ist die Probezeit in Spanien?
In der Regel bis zu 2 Monate (3 in Unternehmen mit weniger als 25 Beschäftigten) und bis zu 6 Monate für Hochschulspezialisten — sofern der anwendbare Tarifvertrag nichts anderes sagt.
Was bedeutet „14 pagas“ in einem spanischen Angebot?
Das Jahresgehalt wird in 14 Raten gezahlt: 12 Monatszahlungen plus Sonderzahlungen im Sommer und zu Weihnachten. Das Brutto-Jahresgehalt bleibt gleich — nur der Zahlungsplan unterscheidet sich.
Ist ein befristeter Vertrag in Spanien noch möglich?
Nur mit konkreter gesetzlicher Begründung (z. B. Produktionsumstände oder Vertretung). Seit der Arbeitsreform 2022 ist der unbefristete Vertrag der Standard.
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