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🇩🇪 Jobangebot in Deutschland: Was es enthalten muss

Aktualisiert: Juli 2026 · Allgemeine Information, keine Rechtsberatung

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Das deutsche Arbeitsrecht ist bekannt arbeitnehmerfreundlich, und vieles davon gilt unabhängig vom Wortlaut des Angebots. Das macht das Angebotsschreiben wichtiger, nicht unwichtiger: Eine Klausel, die dem Gesetz widerspricht, hält schlicht nicht — und deutsche Kandidaten lesen Angebote genau.

Das Nachweisgesetz verpflichtet Arbeitgeber außerdem, die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich zu dokumentieren — das Angebot sollte also von Anfang an mit dem späteren Vertrag übereinstimmen.

Auf einen Blick

Probezeit
Bis zu 6 Monate; 2 Wochen Kündigungsfrist während der Probezeit
Gesetzliche Frist nach der Probezeit
4 Wochen zum 15. oder Monatsende; Arbeitgeberfrist wächst mit der Betriebszugehörigkeit
Mindestjahresurlaub
20 Arbeitstage (5-Tage-Woche); 25–30 sind Marktstandard
Gehaltskonvention
Brutto-Jahresgehalt oder Monatsgehalt ×12 (teils ×13)
Schriftform
Wesentliche Bedingungen müssen dokumentiert werden (Nachweisgesetz)

Was in ein deutsches Angebot gehört

Ein deutsches Angebot nennt üblicherweise:

  • Position, Startdatum und Arbeitsort
  • Bruttogehalt und dessen Struktur (12 oder 13 Zahlungen, Bonus, Urlaubsgeld)
  • Probezeit und die währenddessen geltende verkürzte Kündigungsfrist
  • Urlaubstage (gesetzliches Minimum 20 bei 5-Tage-Woche; Angebote nennen meist 25–30)
  • Wöchentliche Arbeitszeit
  • Kündigungsfristen nach der Probezeit
  • Tarifbindung oder Betriebsrat, falls einschlägig

Die Probezeit

Die Probezeit darf höchstens sechs Monate dauern. Währenddessen kann jede Seite mit zwei Wochen Frist kündigen, ohne die späteren allgemeinen Kündigungsschutzregeln. Nach sechs Monaten greift in Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten das Kündigungsschutzgesetz, und eine Kündigung wird deutlich schwieriger — deshalb nehmen deutsche Arbeitgeber Probezeit-Reviews ernst.

Kündigungsfristen

Die gesetzliche Grundfrist nach der Probezeit beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Die Mindestfrist des Arbeitgebers wächst dann mit der Betriebszugehörigkeit — bis auf sieben Monate bei 20 Dienstjahren. Verträge können Fristen verlängern; üblich ist, die verlängerte Arbeitgeberfrist für den Arbeitnehmer zu spiegeln.

Gehalt und Urlaub

Geben Sie Gehälter brutto an. In der Tech-Branche sind Jahreszahlen Standard; traditionelle Branchen nennen oft Monatsbrutto ×12 oder ×13. Urlaub über dem 20-Tage-Minimum gehört zu den meistverhandelten Punkten — 28–30 Tage sind in wettbewerbsfähigen Angeboten üblich.

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Häufige Fragen

Ist ein unterschriebenes Angebot in Deutschland bindend?

Ja — ein angenommenes Angebot mit den wesentlichen Bedingungen kann bereits den Arbeitsvertrag darstellen. Formulieren Sie präzise: Deutsche Gerichte nehmen Sie beim Wort, und gesetzliche Mindeststandards verdrängen alles Ungünstigere.

Darf die Probezeit in Deutschland länger als 6 Monate sein?

Nein. Sechs Monate sind das Maximum für die Probezeit mit verkürzter Kündigungsfrist. Längere „Testphasen“ verschieben den gesetzlichen Kündigungsschutz nicht.

Wie viele Urlaubstage muss ein deutsches Angebot enthalten?

Das gesetzliche Minimum sind 20 Arbeitstage bei einer Fünf-Tage-Woche; Marktnorm für Fachkräfte sind 25–30 Tage.

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Dieser Guide ist allgemeine Information für Arbeitgeber, keine Rechtsberatung. Arbeitsregeln ändern sich, und Tarifverträge können abweichende Bedingungen setzen — klären Sie die Details mit lokalen Anwälten, bevor Sie ein Angebot senden.