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🇳🇱 Jobangebot in den Niederlanden: Was es enthalten muss

Aktualisiert: Juli 2026 · Allgemeine Information, keine Rechtsberatung

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Das niederländische Arbeitsrecht hält Probezeiten kurz, macht ein Urlaubsgeld von 8 % verpflichtend und bietet internationalen Neueinstellungen einen bekannten Steuervorteil (die 30%-Regelung). Angebote an Kandidaten, die in die Niederlande ziehen, sollten alle drei Punkte ansprechen — niederländische Kandidaten (und ihre Anwälte) tun es.

Auf einen Blick

Probezeit
Max. 1 Monat (befristet 6 Monate–2 Jahre) · max. 2 Monate (2+ Jahre oder unbefristet) · keine bei Verträgen unter 6 Monaten
Urlaubsgeld
8 % des Brutto-Jahresgehalts, gesetzlich
Jahresurlaub
Mindestens 4× wöchentliche Arbeitsstunden (20 Tage Vollzeit)
Frist Arbeitnehmer
Standardmäßig 1 Monat
Expat-Besteuerung
30%-Regelung kann für geeignete internationale Einstellungen gelten

Was in ein niederländisches Angebot gehört

Ein Niederlande-Angebot spezifiziert üblicherweise:

  • Funktion, Startdatum und Vertragslaufzeit
  • Brutto-Monatsgehalt — und ob das 8%-Urlaubsgeld in der Zahl enthalten ist oder hinzukommt
  • Probezeitklausel innerhalb der gesetzlichen Grenzen (eine zu lange Klausel ist komplett nichtig)
  • Urlaubsanspruch (gesetzliches Minimum 20 Tage Vollzeit; 25 sind üblich)
  • Teilnahme am Pensionsplan
  • Ob der Arbeitgeber einen Antrag auf die 30%-Regelung unterstützt

Probezeit: kurz und strikt

Die Probezeit darf höchstens einen Monat betragen bei befristeten Verträgen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, und höchstens zwei Monate bei längeren oder unbefristeten Verträgen. Verträge unter sechs Monaten dürfen gar keine Probezeit enthalten. Entscheidend: Eine zu lange Klausel wird nicht auf das Maximum gekürzt — sie ist nichtig, und es bleibt überhaupt keine Probezeit.

Das 8%-Urlaubsgeld

Jeder Beschäftigte erwirbt ein Urlaubsgeld von 8 % des Brutto-Jahresgehalts, üblicherweise im Mai ausgezahlt. Angebote müssen klar sagen, ob ein genanntes Gehalt es einschließt oder nicht — „inclusief/exclusief vakantiegeld“ ist eine der häufigsten Quellen für Missverständnisse in den Niederlanden.

Die 30%-Regelung für internationale Einstellungen

Geeignete, aus dem Ausland rekrutierte Beschäftigte können unter der 30%-Regelung einen Teil ihres Gehalts steuerfrei erhalten (vorbehaltlich Gehaltsschwellen und in den letzten Jahren verschärfter Bedingungen). Der Antrag wird von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam gestellt — ein Angebot, das die Unterstützung des Arbeitgebers erwähnt, ist für Expats deutlich attraktiver.

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Häufige Fragen

Kommt das Urlaubsgeld im niederländischen Angebot zum Gehalt hinzu?

Das hängt von der Formulierung ab. Die 8 % vakantiegeld sind gesetzlich; das Angebot muss sagen, ob die genannte Bruttozahl sie einschließt („inclusief“) oder ob sie zusätzlich gezahlt werden („exclusief“).

Was passiert bei einer zu langen niederländischen Probezeitklausel?

Sie ist vollständig nichtig — sie wird nicht auf das gesetzliche Maximum gekürzt. Der Beschäftigte hat dann gar keine Probezeit.

Was ist die 30%-Regelung?

Eine niederländische Steuervergünstigung: Geeignete, aus dem Ausland eingestellte Beschäftigte erhalten für eine begrenzte Zahl von Jahren einen Teil ihres Gehalts steuerfrei, unter Bedingungen. Der Arbeitgeber beantragt sie gemeinsam mit dem Beschäftigten.

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Dieser Guide ist allgemeine Information für Arbeitgeber, keine Rechtsberatung. Arbeitsregeln ändern sich, und Tarifverträge können abweichende Bedingungen setzen — klären Sie die Details mit lokalen Anwälten, bevor Sie ein Angebot senden.