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🇫🇷 Jobangebot in Frankreich: Was es enthalten muss

Aktualisiert: Juli 2026 · Allgemeine Information, keine Rechtsberatung

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Das französische Arbeitsrecht ist stark schützend, und vieles wird nicht vom Einzelvertrag, sondern vom geltenden Branchentarifvertrag (convention collective) bestimmt. Ein französisches Angebot (promesse d'embauche) sollte daher an der Convention gemessen werden — sie setzt regelmäßig höhere Mindestwerte für Vergütung, Kündigung und Urlaub als das allgemeine Arbeitsgesetzbuch.

Bringen Sie die Kernbedingungen in Ordnung und stimmen Sie sie mit dem späteren Vertrag ab, denn ein festes Einstellungsversprechen mit den Kernbedingungen kann Sie bereits binden.

Auf einen Blick

Probezeit (période d'essai)
2 Monate (Angestellte) · 3 (Techniker/Meister) · 4 (cadres) — einmalige Verlängerung, wenn der Branchenvertrag es erlaubt
Kündigungsfrist (Entlassung)
1 Monat (6 Monate–2 Jahre) · 2 Monate (2+ Jahre); cadres oft 3 Monate per Convention
Urlaub
5 Wochen (25 Arbeitstage / 30 jours ouvrables)
Arbeitswoche
35 Stunden gesetzlich; cadres oft im forfait-jours
Geltende Bedingungen
Die Branchen-convention collective übersteigt oft die Mindestwerte des Kodex

Was in ein französisches Angebot gehört

Ein typisches Angebot für eine Einstellung in Frankreich enthält:

  • Position und Einstufung (coefficient / niveau) laut convention collective
  • Bruttojahresgehalt und Struktur — angeben, ob ein 13. Monatsgehalt gilt (per Convention üblich)
  • Vertragsart (CDI ist Standard; CDD braucht einen rechtlichen Grund und Schriftform)
  • Période d'essai passend zur Mitarbeiterkategorie und zum Branchenvertrag
  • Arbeitszeit — 35 Stunden oder forfait-jours für cadres
  • Urlaub (mindestens 5 Wochen) und die geltende convention collective

Période d'essai hängt von der Kategorie ab

Die anfängliche Probezeit ist nach Kategorie begrenzt: zwei Monate für gewöhnliche Angestellte (employés/ouvriers), drei für Techniker und Meister, vier für cadres. Eine einmalige Verlängerung ist möglich — aber nur, wenn ein erweiterter Branchenvertrag sie vorsieht UND das Angebot/der Vertrag die Möglichkeit nennt; die Verlängerung ist nie automatisch und braucht die ausdrückliche Zustimmung des Mitarbeiters. Das Beenden der Probezeit erfordert eine délai de prévenance (von 24–48 Stunden bis zu einem Monat, je nach Dauer).

Die convention collective ändert alles

Fast jeder französische Arbeitgeber ist von einer Branchen-convention collective erfasst, die ein 13. Monatsgehalt, längere Fristen (drei Monate für cadres sind Standard), mehr Urlaub und besondere Probezeitregeln festlegen kann. Nennen Sie die geltende Convention im Angebot und prüfen Sie Ihre Bedingungen daran — das Code du travail ist nur die Untergrenze.

Urlaub, Arbeitszeit und Frist

Beschäftigte erwerben fünf Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr (2,5 Arbeitstage je Monat). Die gesetzliche Arbeitswoche beträgt 35 Stunden; viele cadres arbeiten stattdessen im forfait-jours (feste Anzahl Tage pro Jahr). Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt einen Monat bei 6 Monaten–2 Jahren und zwei Monate darüber, doch Conventions und Verträge setzen regelmäßig mehr, besonders für cadres.

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Häufige Fragen

Wie lang darf die Probezeit in Frankreich sein?

Die anfängliche période d'essai beträgt 2 Monate für Angestellte, 3 für Techniker/Meister und 4 für cadres. Eine einmalige Verlängerung ist nur möglich, wenn der Branchenvertrag sie erlaubt und der Vertrag sie nennt — nie automatisch.

Ist eine promesse d'embauche in Frankreich bindend?

Ein festes Angebot mit Bezeichnung von Stelle, Vergütung und Startdatum kann ein bindendes Einstellungsversprechen darstellen. Formulieren Sie präzise und stimmen Sie es mit Vertrag und geltender convention collective ab.

Wie viel Urlaub haben französische Beschäftigte?

Fünf Wochen pro Jahr — 25 Arbeitstage (jours ouvrés) oder 30 jours ouvrables — mit 2,5 Tagen je gearbeitetem Monat. Conventions können mehr gewähren.

Offizielle Quellen

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Dieser Guide ist allgemeine Information für Arbeitgeber, keine Rechtsberatung. Arbeitsregeln ändern sich, und Tarifverträge können abweichende Bedingungen setzen — klären Sie die Details mit lokalen Anwälten, bevor Sie ein Angebot senden.